Saisonauftakt nach Maß: Zweite schlägt Emden mit 5:3

Die neue Saison begann für unsere zweite Mannschaft am Sonntag – wie schon in der vergangenen Saison – zu Hause gegen Emden. Im Gegensatz zum letzten Aufeinandertreffen trat Emden diesmal allerdings mit Spitzenbesetzung an – ein starker Kontrast zur damaligen Mannschaft, die von zahlreichen Ausfällen gebeutelt war.

Damit stand direkt zum Saisonauftakt gegen einen der Daueraufstiegskandidaten der Liga einiges auf dem Spiel. Das erste Ergebnis gab es nach rund einer Stunde: Frank entschied sich nach einem Blick auf die hervorragenden Stellungen links (Carsten, Brett 4) und rechts (Thomas, Brett 6) von ihm, Remis anzubieten. Ein recht frühes Ergebnis, das durch seine eigene Stellung allerdings durchaus gerechtfertigt war. 0,5:0,5.

Carsten sollte dieser Einschätzung gerecht werden: Er überspielte seinen Gegenspieler mit höchster Präzision bereits beim Übergang von der Eröffnung ins Mittelspiel, ließ nichts anbrennen und brachte den ersten vollen Punkt souverän nach Hause. 1,5:0,5.

An Brett 8 war dagegen pures Chaos zu verzeichnen. Barakat stand mal besser, mal schlechter, mal ausgeglichen:

 

In dieser Zugfolge schwankte die Bewertung innerhalb von nur sieben Zügen von −7,5 über +6,4 zurück auf 0,00. Bei diesen 0,00 blieb es schließlich auch: Nach einem hart umkämpften Endspiel musste Barakats Gegner letztlich Dauerschach geben. 2:1.

Als Nächstes war Tim an der Reihe. Er hatte aus einer komplizierten Eröffnungsvariante gelernt, die ihn bereits in einer früheren Nordwestcup-Partie überrollt hatte, und kam diesmal mit Vorteil aus der Eröffnung. Manchmal lohnt es sich eben, seine Hausaufgaben zu machen. Den gewonnenen Mehrbauern und seinen strategischen Vorteil wandelte er, unterstützt durch zahlreiche taktische Motive, sicher in einen Sieg um:

 

Nun stand es also schon 3:1!

Als Nächstes war Heiko an Brett 3 an der Reihe. Er presste Wasser aus Steinen und verwandelte ein eigentlich remisliches Turmendspiel noch in einen vollen Punkt. 4:1.

Durchatmen: Aus den letzten drei Partien brauchten wir nur noch ein Remis für den Mannschaftssieg. Das war allerdings leichter gesagt als getan, denn zwei der drei noch laufenden Partien wurden an den Brettern 1 und 2 gespielt. Dort trat Emden mit 2309 beziehungsweise 2157 DWZ an und war auf dem Papier deutlicher Favorit.

Zu allem Überfluss kam es an Brett 6 zum Super-GAU: Nachdem Thomas seinen Gegner in typischer Manier komplett überspielt hatte, klar auf Gewinn stand und alles danach aussah, als würde er seiner mittlerweile seit eineinhalb Jahren andauernden Siegesserie einen weiteren Erfolg hinzufügen, stellte er die Partie mit einem einzigen Zug ein. Er kämpfte noch lange weiter, musste sich schließlich aber mit einer sehr bitteren Niederlage abfinden. 4:2.

An Brett 1 musste sich Sina erstmals in seiner neuen Rolle am Spitzenbrett beweisen – und das gleich gegen Giorgadze (2309), den DWZ-stärksten Spieler an Brett 1 in der Verbandsliga. Sinas Stellung fiel langsam auseinander. Er kämpfte stark, musste sich am Ende einer umkämpften Partie jedoch geschlagen geben, da Giorgadze nicht einen Fehler aus sich rauskitzeln ließ. 4:3.

Nun wird es wieder Zeit für gute Neuigkeiten: Während die Leserinnen und Leser dieses Berichts angesichts der Emdener Aufholjagd vielleicht schon ins Zittern geraten, war zum Zeitpunkt von Sinas Aufgabe bereits klar, dass es gut für uns aussah: Enno hatte an Brett 2 bereits zwei, bald sogar drei Bauern mehr. Und auch abseits des materiellen Vorteils wurde die Stellung für seinen Gegner immer unangenehmer:

 

Damit konnten wir endgültig aufatmen: In einem hart umkämpften Mannschaftskampf hatten wir uns mit 5:3 gegen den nominellen Favoriten Emden durchgesetzt. Ein schachlicher Auftritt, mit dem wir rundum zufrieden sein können.

Wir freuen uns auf den nächsten Mannschaftskampf gegen Jever – zu Hause am 11.10.!

(Bericht von Tim Bohlemann)

Veröffentlicht in Aktuell, Mannschaften.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert