Am Brett mit Sebastian Beeck

Wie bist du zum Schach gekommen – und warum bist du bis heute dabei geblieben?

Ich habe mit vier oder fünf angefangen Schach zu lernen, bin aber irgendwie nicht dabeigeblieben. Mit 19 habe ich das ganze völlig neu entdeckt und erstmal nur online gespielt. Über den Unikurs bin ich dann zum Verein gekommen (Grüße an Mery, Menko, Lukas,… ;)) Dabeizubleiben fällt nicht schwer. Ich habe durch den Verein viele Freunde kennengelernt und über die Tiefe, Komplexität und Wiederspielbarkeit (ist das ein Wort?) von Schach muss ich euch ja nichts erzählen.

Wie würdest du deinen Spielstil beschreiben: Angriff, Geduld oder kontrolliertes Chaos?

Ich versuche in erster Linie korrekt zu spielen. („Einfach besser spielen“- Maik Schäfer) Eine hohe Genauigkeit oder eine Partie ohne Fehler gibt mir mehr als ein brillianter Zug in einer Quatschpartie. Außerdem bereite ich gern scharfe Theorie vor, die ich dann vergesse.

Was war dein bisher schönster oder verrücktester Moment am Schachbrett?

Mein schönstes Schacherlebnis war das Bremer Sylvester Open 2024. Als der Turniersieg im B-Open anfing realistisch zu werden, startete ein regelrechtes public viewing in der SK Union Whatsapp-Gruppe. Ein unvergessliches Turnier. Wie es dann ausging fällt mir grad allerdings nicht ein…

Gegen wen aus dem Verein spielst du besonders gerne – und gegen wen lieber nicht?

Jeder, der mittwochs zum Spieleabend bei Beppo kommt, kann sich als mein Lieblingsgegner betrachten. Die meisten Partien wurden zweifellos gegen Meryem gespielt. Spontan fällt mir noch Tim Bohlemann ein, gewinnen macht eben am meisten Spaß.

Wenn du dir eine schachliche Superkraft aussuchen könntest: Welche wäre es?

Mich an meine Kurse zu erinnern…

(Das Interview führte Carsten de Vries.)

Veröffentlicht in Aktuell, Am Brett mit.