Am Ende der Saison ging es für unsere 2. Mannschaft noch einmal nach Hellern. Dabei ging es nur noch um Ruhm, Ehre und potentiell einige DWZ-Punkte – denn sowohl Hellern als auch wir waren weder Auf- noch Abstiegskandidaten.
Ebenso ruhig entwickelte sich der Start des Mannschaftskampfes, als sich Frank an Brett 5 relativ schnell in einer forcierten Remisvariante wiederfand. 0,5-0,5.
Kurz darauf konnte Barakat an Brett 8 eine sich anbahnende Eröffnungskatastrophe abwenden, als er sich aus einer brenzligen Position rettete, in welcher bereits ein Figurverlust dringend drohte. 1-1
Als nächstes hat Tim an Brett 6 ein sehr ruhiges Remis mit Schwarz gegen den Liga-Topscorer Harald Szobries nach Hause gefahren. 1,5-1,5.
Nun wurde es allerdings langsam dünn: Auf Brett 7 wurde zunehmend klar, dass Michael langsam, aber sicher überspielt wurde, und so gingen die Gastgeber aus Hellern in Führung: 1,5-2,5
An Brett 3 ging es allerdings zunächst mit einem weiteren relativ ruhigen Remis seitens Alvaro weiter. 2-3.
Der bis dato doch recht ruhige Mannschaftskampf sollte nun allerdings so richtig Fahrt aufnehmen.
Sina hatte wie üblich an Brett 2 eine sehr komplizierte Stellung. Zwei offene Könige, zwei Türme und einen Bauern für die Dame, allgemein pures Chaos. Man hat sich daran gewöhnt, Sina spielt immer solch ein Schach, und bis jetzt hatte er mit 5/5 diese Art von Spiel auch perfektioniert. Leider sollte die Strähne hier enden, als er direkt im Zug nach einem gegnerischen Remisangebot eine Gabel übersah und seinen Turm hing. 2-4.
Es blieben nun noch Maik an Brett 4 und Heiko an Brett 1. Beide befanden sich in Turmendspielen, welche geringfügige Hoffnung machten, aber immer noch recht remisig wirkten. Die Hoffnungen auf Mannschaftspunkte waren also dementsprechend dünn.
Heiko war in einem Turmendspiel mit b-c-g-h gegen a-f-g-h. Das Endspiel war zwar Remis, aber tatsächlich überspielte Heiko mit seiner Bauernmehrheit am Damenflügel seinen Gegner zunehmend, und fuhr schlussendlich einen wichtigen Punkt ein. 3-4
Es blieb Maik, mit einem Bauern mehr, aber in einem komplexen a-b-c-f-g-h vs. a-b-c-g-h Turmendspiel. Lange war unklar, wie man den Mehrbauern verwandeln konnte, aber Maik bohrte immer weiter, und konnte auch diese Partie nach Hause bringen. 4-4.
Dieser fast unverhoffte Punktgewinn ist natürlich nett, wenn auch primär Tabellenkosmetik. Wir gehen damit zufrieden in die Sommerpause, als eine Mannschaft, die mit dem zweitschlechtesten DWZ-Schnitt der Liga nicht nur solide die Klasse hielt, sondern sich auch vor den Tabellenspitzen nicht verstecken musste, bei denen man gut mithielt, trotz massiver Nachteile auf dem Papier. Ebenfalls darf man positiv anmerken, dass wir eine der wenigen Mannschaften der VLW sind, welche die gesamte Saison ohne Leerbrett auskam, ebenfalls etwas, was wir nächste Saison so beibehalten wollen.
(Bericht von Tim)