Nach einer bisher gemischten Saison (Sieg gegen Ligafavorit Emden, Niederlage gegen Schlusslicht Spelle, chaotisches 4:4 gegen Nordhorn) hat die zweite Mannschaft am Sonntag Jever zu Gast gehabt – ein diese Saison stark aufspielender Gegner, bei dem wir dennoch Hoffnung auf zwei Mannschaftspunkte hatten.
Der Spieltag endete bereits nach 16 Zügen an Brett 7, als der Jeveraner Mannschaftsführer Lukossek mit den weißen Steinen unseren Mannschaftsführer Tim in eine dreifache Zugwiederholung zwang. 0,5:0,5.
Kurz danach endete auch Alfonsos Partie an Brett 8 friedlich. Alfonso bekam ein Remisangebot in einem ausgeglichenen Mittelspiel, das er nach Sichtung der übrigen Bretter, auf denen es gut aussah, annahm. 1:1.
An diesem Punkt versammelten sich bereits Zuschauer um Brett 6, wo Thomas mit einem spektakulären Mattangriff seinen Gegner förmlich vom Schachbrett fegte. Business as usual für Thomas, der diese Saison schon die Gegner schwindelig spielt und auch dieses Mal seine Siegesserie nicht abreißen ließ. 2:1.
An Brett 2 zeigte Steffen daraufhin ebenfalls, dass er Schach spielen kann, als er seinen Gegner klinisch überspielte, nie Gegenspiel zuließ und ebenfalls einen ganzen Punkt einsackte. 3:1.
Kurz darauf waren ebenfalls an Brett 4 Feuerwerke zu sehen. Maik hatte seinen Gegner bereits im 17. Zug an den Rand seiner Bedenkzeit getrieben, doch das war noch das geringste Problem. Nach 20 Zügen gab sich sein Gegner einen Zug vor dem Matt dann geschlagen, auch hier ein schachlich sehr gelungenes Werk. 4:1.
Die Vorfreude war an diesem Punkt bereits groß. Allerdings hatte Heiko an Brett 1 ein Endspiel gegen einen gefährlichen Freibauern vom nominell deutlich überlegenen FM Schian, Frank verteidigte an Brett 5 ein Endspiel, das ein Pessimist „passiv“ nennen könnte, und Sinas Position an Brett 3 war pures Chaos.
An Brett 1 führte der Druck in ein taktisches Feuerwerk in einem Damen-Turm-Endspiel. FM Schian, der die ganze Partie über versuchte, seinen Freibauern umzuwandeln, gab sich mit einem Remisangebot zufrieden. Heiko lehnte dies jedoch ab, spielte noch einige Züge auf Gewinn, bevor der Jeveraner FM das Remis forcieren konnte. 4,5:1,5.
Das Endspiel an Brett 5, das ein Pessimist „passiv“ nennen könnte, wurde von Frank selbstsicher „solide“ genannt, und eine ebenso sichere Abwicklung in ein Remis sollte ihm recht geben. 5:2.
Das Chaos zwischen Sina und seinem Gegner Weber an Brett 3 nahm weiter seinen Lauf, mit beiden Spielern in deutlicher Zeitnot, obwohl man erst Zug 25 erreicht hatte. Sina opferte eine Qualität für sehr starke Freibauern, die ihm am Ende des Chaos einen wohlverdienten Sieg einbrachten. Sina hält damit ebenfalls neben Thomas die 100-%-Quote (4/4!) in dieser Saison. 6:2.
Damit hat die zweite Mannschaft nach sehr abwechslungsreichen Partien mal wieder bewiesen, wie gut sie doch Schach spielen kann, und hofft, das Momentum am 1.3. gegen Tabellenführer Osnabrück mitzunehmen.
(Bericht von Tim)