Am Brett mit Thomas Elbern

Thomas, wie bist du zum Schach gekommen – und warum bist du bis heute dabei geblieben?

„Zum Schach bin ich gekommen als ich meine Oma 1973 besucht habe. Da war ich im jungen Alter von 11 Jahren, und hab dann in den Kuranlagen von Bad Ems – da wo ich zur Welt gekommen bin – den Leuten, den älteren Senioren beim Schachspielen zugeguckt mit den Riesenfiguren. Und hatte mir ein bisschen Taschengeld dazu verdient, indem ich die aufgebaut habe. Ja, und dann war zu dem Zeitpunkt auch noch Fischer ganz up-to-date, und dann hab ich mein erstes Schachbrett bekommen und dann hat das Virus mich infiziert. Und es ist immer so geblieben, die Leidenschaft, die Lust an was Neuem.“

Wie würdest du deinen Spielstil beschreiben: Angriff, Geduld oder kontrolliertes Chaos?

„Hau den Lukas! Mich haben damals schon Tal, Aljechin fasziniert. Angriffsschach pur! Also eher ein Angriffsstil mit einer soliden Position, bzw. aus einer soliden Position heraus.“

Was war dein bisher schönster oder verrücktester Moment am Schachbrett?

„Einer der schönsten war direkt zu Anfang, als ich mit 13 gegen GM Ludek Pachman, der damals immigrierte, ein Remis in einer Simultanveranstaltung errang. Und auch mit Leuten wie Lobron Schach gespielt habe damals in Koblenz und Porz. Das war sehr beeindruckend. Und das letzte schöne Ereignis war die Wahl zum Zug des Monats vom NSV mit Te3 in der Partie gegen Vechta.“

Wenn du dir eine schachliche Superkraft aussuchen könntest: Welche wäre das?

„Endlich Endspiele verstehen und verstehen, warum Magnus Carlsen, Capablanca und Fischer Figuren auf bestimmte Felder stellen. Einfach gesagt: Das Spiel verstehen. Das wäre meine Superkraft.“

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