Nach zwei stark umkämpften – aber leider punktlosen – Niederlagen gegen die Tabellenführer Osnabrück und Lingen, bei denen wir sehr geschwächt aufliefen und trotzdem sehr gute Chancen hatten, ging es am Sonntag gegen Quakenbrück. Diesmal in Bestbesetzung gegen ein ohnehin schwächelndes Quakenbrück war also ein Sieg Pflicht, auch um alle Diskussionen um den mathematisch noch möglichen Abstieg endgültig zu beenden.
Und so fing es stark an: Heiko hatte an Brett 1 direkt einen starken Angriff und konnte mit Schwarz bereits nach 21 Zügen seinen Gegner überrennen. 1:0
Im Anbetracht zweier weiterer Spiele, die schnell komplett auf Gewinn standen, machte Frank kurz darauf ein Remis an Brett 7, um das Ergebnis weiter abzusichern. 1,5:0,5
An Brett 2 konnte Steffen kurz darauf ein Endspiel erfolgreich verwerten, bei dem ein Mehrbauer zu zwei verbundenen Freibauern wurde und dem Gegner schlichtweg die Züge ausgingen. 2,5:0,5
An Brett 8 hatte Thomas nun schon längst eine Mehrfigur und einen Mehrbauern. Diese Situation entstand, nachdem Thomas zunächst Raumvorteil gewann, seine Figuren aktiv standen und den Gegner in seine Bretthälfte drückten. Dieser Vorteil materialisierte sich schließlich in einem Mehrbauern, der am Ende sogar eine ganze Figur des Gegners kostete. Sein Gegner probierte noch alles Mögliche, aber Thomas brachte die Partie souverän nach Hause. 3,5:0,5
Nun ging es an Brett 3, wo Carsten eine schwierige Stellung in beidseitiger Zeitnot bewältigte. Mit zunehmender Zeit überspielte er seine Gegnerin allerdings. 4,5:0,5
Nachdem nun der Mannschaftssieg bereits feststand, konnte Sina an seiner 100-%-Serie festhalten. Er hatte eine chaotische (aber gute) Stellung, die im Folgenden nach 32… Txe6 sauber abgewickelt werden konnte:
Damit stand es 5,5:0,5.
Kurz darauf endete Brett 6 mit einem Remis: Maiks Partie war über lange Zeit ein ausgeglichenes und ruhiges Endspiel. 6:1
Nun sollte es an Alvaros Brett noch um Ehrenpunkte gehen. Alvaro hatte lange einen Mehrbauern, der sich schließlich sogar zu einer Qualität mehr entwickelte. Das Endspiel war dennoch nicht trivial gewonnen: Es waren Dame und Turm von Alvaro gegen Dame und Springer seines Gegners – mit symmetrischen f-, g- und h-Bauern. Über lange Zeit versuchte Alvaro, dieses risikolose Endspiel erfolgreich in einen ganzen Punkt zu verwandeln; leider waren sämtliche Schachgötter nicht auf seiner Seite. So wurde sein Siegeswille nicht nur nicht belohnt, sondern nach fünf Stunden schachlichen Drückens passierte der Super-GAU – Alvaro stellte seine Dame einzügig ein und verlor demzufolge eine ansonsten sehr schöne Partie sehr ärgerlich. 6:2
Alles in allem ein in höchstem Maße zufriedenstellender Spieltag und damit auch ein souveräner Klassenerhalt für die zweite Mannschaft, die – anders als die erste und dritte Mannschaft – noch nicht in der Sommerpause ist, sondern sich am 26.04. noch ein letztes Mal in dieser Saison mit Hellern duellieren darf.
(Bericht von Tim)